Jäger feierten "Erntedank" am Hubertustag

03. Nov 2018

Die Kreisgruppe Bad Kötzting im Landesjagdverband Bayern begeht am Samstag den Hubertustag.Jäger feierten "Erntedank" am Hubertustag

Elf Parforcehorn-Bläser unter Leitung von Hornmeister Rudi Frisch gestalteten die Hubertusmesse musikalisch / Sechs Jungjäger aufgenommen

BAD KÖTZTING. Der volle Klang von elf Parforcehörnern begleitete am Samstagabend die Kirchenbesucher, als die Jäger der Kreisgruppe Bad Kötzting im Landesjagdverband Bayern in der Stadtpfarrkirche die Hubertusmesse feierten. Stadtpfarrer Herbert Mader lobte am Ende des Gottesdienstes dieses besondere musikalische Erlebnis, für das die Gottesdienstbesucher Beifall spendeten.

Besonderer Schmuck und Hörnerklang gehören dazu, wenn die Jäger ihre Hubertusmesse feiern, sagte Vorsitzender Bruno Ebner in seiner Begrüßung. Er dankte der Hegegemeisnchaft Bad Kötzting unter Leitung von Michael Gogeißl für die Organisation und Vorbereitung, ebenso den Jagdhornbläsern unter Leitung von Hornmeister Rudi Frisch für die musikalische Gestaltung. Die Hubertusfeier werde oft als "Erntedank der Jäger" bezeichnet, sagte Bruno Ebner. Jäger würden aber nicht "selbstherrlich oder willkürlich" ihr Handwerk ausüben, sondern "in moralisch und gesetzlich streng normierter Weise". Dass der Jagd und den Jägern dabei immer mehr Widerstand in der Gesellschaft entgegen schlägt, sei bekannt und erfahre gerade in letzter Zeit in unserem Bereich unakzeptable Auswüchse, führte Ebner aus.

Die Hubertusfeier sei deshalb Anlass und Gelegenheit, den Stellenwert und Standort der Jagd in der Gesellschaft darzustellen, auch Nichtjägern Einblick in das jagdliche Brauchtum zu geben und damit zum gesellschaftlichen Miteinander beizutragen, denn zu oft und zu viel gingen heute verschiedene gesellschaftliche Gruppen "aufeinander los, statt aufeinander zu", gab Bruno Ebner zu bedenken. Deshalb sollte dieser Tag Anlass für alle sein, sich für den Erhalt der Natur einzusetzen und die Ausgestaltung als Kulturlandschaft mit Feld, Wald und Wild zu fördern.

In diesem Sinne sollte der Klang der Jagdhörner bei dieser Hubertusmesse den Bezug zu Höherem darstellen, aber auch optimistisches Signal für die Zukunft der Jagd sein. Das Waidwerk sei wichtiger Teil des natürlichen Ablaufs der belebten Natur und so sollte es auch in der Gesellschaft wahrgenommen werden.

Seine Predigt stellte Stadtpfarrer Herbert Mader auf das Evangelium des Tages ab, dessen Hauptbotschaft die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen war. Es gebe nur den dreieinigen Gott, stellte Pfarrer Mader klar, keinen "Fußballgott oder Wettergott", oder was sonst noch an Göttern erfunden werde. An diesem Abend dürften die Gläubige Hörende sein, bei der Jagdmusik, ebenso aber sollten sie die Botschaft hören, dass Gott das Wertvollste in unserem Leben ist. Schon Franz von Sales habe gesagt: "Ich liebe und ich werde geliebt, also bin ich!"

Nach der Hubertusmesse zogen die Jäger zum Lindner-Bräu, wo der Platz für die zahlreichen Teilnehmer an der Hubertusfeier schon knapp wurde. Nach einer kräftigen Brotzeit, übergaben Vorsitzender Bruno Ebner und der Ausbildungsleiter des Jagdkurses 2017/18, Heinz Schweiger, die Jägerbriefe an die erfolgreichen Jungjäger Ulrich Hauser, Leo Krieger, Josef Köstler, Jonas Penzkofer, Daniel Stillfried und Dominik Winderl. Ebner zeigte sich erfreut, dass die sechs Jungjäger den Altersdurchschnitt in der Jägerschaft wieder erheblich verbessern.

Stadtpfarrer Herbert Mader feierte mit den Jägern die Hubertusmesse, die ele Parforcehornbläser unter Leitung von Hornmeister Rudi Frisch mitgestalteten.

Bildtexte: Sechs Jungjäger erhielten nach abgeschlossener Prüfung ihren Jägerbrief, hier zusammen mit Jagdhornbläsern und dem Vorsitzenden Bruno Ebner (links). Fotos: Dachs

jungjaeger2018
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